Ein Holzstich von Peterwardein, von der Donau aus gesehen, aus einem Buch. Die Festung füllt das Blatt: die oberen Kasernen entlang dem Kamm, der nackte Fels, der zum Wasser abfällt, Uferhäuschen an seinem Rand. Ein Raddampfer kreuzt den Vordergrund. Die Tafel trägt allein die Beschriftung PETERWARDEIN, den deutschen Namen der Festung, und so lernte eine englische Leserschaft den Ort kennen. Sie illustriert Edmund Spencers "Turkey, Russia, the Black Sea, and Circassia", 1855 in London erschienen, einen Reisebericht, der nach den Kämpfen von 1848 geschrieben wurde. Auf der Tafel ist weder ein Künstler noch ein Stecher genannt, der Verfasser des Buches sollte daher nicht für ihren Urheber gehalten werden.
Über diesen Ort
Eine habsburgische Sternfestung am rechten Ufer der Donau, zwischen 1692 und 1780 auf einem seit der Antike befestigten Platz erbaut: die Römer hielten hier Cusum, es folgte eine mittelalterliche Festung, und Zisterziensermönche unterhielten im 13. Jahrhundert ein Kloster auf dem Hügel. Unter ihren Mauern schlug Prinz Eugen von Savoyen am 5. August 1716 ein weit größeres osmanisches Heer. Die Festung, Gibraltar an der Donau genannt, verbirgt etwa 16 Kilometer unterirdischer Konterminengänge, die 1764-1776 gegraben wurden. An ihrem Uhrturm sind die Zeiger vertauscht, der große Zeiger zeigt die Stunden, damit Fischer auf der Donau die Zeit aus der Ferne ablesen konnten. Die Festung steht noch über dem Fluss und beherbergt das Stadtmuseum von Neusatz.
Auf der Karte
PETERWARDEIN.
Peterwardein.
- Datum
- 1855
- Koordinaten
- 45.25250, 19.86250
- Quelle
- Öffentliche Online-Quelle
- Lizenz
- Gemeinfrei
- Größe
- 3998 × 2642 px
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