Das Karácsonyi-Herrenhaus in Kamenitz, über einen ansteigenden Rasen hinweg gesehen, ein langes zweigeschossiges Haus mit arkadengesäumtem Erdgeschoss, einer Säulenveranda in der Mitte des Obergeschosses und einem niedrigeren Wirtschaftsflügel, der rechts wegläuft. Junge Nadelbäume und kahle Laubbäume stehen über den Vordergrund verteilt, und ein Lattenzaun schließt den Garten links ab.
Über diesen Ort
Das Schloss Marcibányi-Karácsonyi steht im Kamenitzer Park in Kamenitz, am rechten Ufer der Donau gegenüber von Neusatz. Es entstand in Etappen zwischen 1797 und 1811 für die Adelsfamilie Marcibányi de Puho und wurde zwischen 1834 und 1836 umgebaut und erweitert, nachdem die Familie Karácsonyi das Gut übernommen hatte. Der Bau ist klassizistisch, mit dorischen Säulen, geschnitztem Schmuck und Zierschmiedearbeiten, und er ist unter den Schlössern seiner Art ungewöhnlich, weil sein Grundriss nicht symmetrisch ist. Schloss und Park stehen zusammen als räumliches kulturelles und geschichtliches Ensemble von großer Bedeutung unter Schutz, und das Gebäude beherbergt heute eine Fakultät für europäische Rechts- und politische Studien, das Dokumentationszentrum Nikola Mirkov und Büros des staatlichen hydrometeorologischen Dienstes. Der Graf, der es erweitern ließ, Guido Karacsonyi von Karacsonyfalva und Beodra (1817-1885), kam aus einer siebenbürgisch-armenischen Familie und war ein Freund von Franz Liszt, der 1873 im Palais Karacsonyi in Buda ein Konzert gab. Guido hatte 1851 Anna Maria Marczibanyi von Pucho und Csoka geheiratet, und so kamen die beiden Familiennamen an diesem Haus zusammen; die Gedenktafel für die beiden ist noch am Gebäude angebracht.
- Datum
- spätes neunzehntes oder frühes zwanzigstes Jahrhundert
- Koordinaten
- 45.22552, 19.84259
- Quelle
- Öffentliche Online-Quelle
- Lizenz
- Gemeinfrei
- Größe
- 1401 × 812 px
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